29.07.2011 | 

Poesie ohne Uranstaub

Hausbesuch: Capriccio bei Poesie ohne Uranstaub

Bayerisches Kulturfernsehen berichtet über Kampagne

Erlanger Schlossplatz (Bild:Hartmut910/www.pixelio.de)

Wer die Sendung verpasst hat, kann hier nachlesen, was Capriccio über den Beitrag auf der eigenen Homepage schreibt:

"Atompoeten
Traditionell feiert man das Gute, das Schöne und das Erhabene auf dem Erlanger Poetenfest. Gesponsert wird es von der Atomindustrie. Passt das zur schönen Literatur? Zumindest die Erlanger Initiative "Poesie gegen Uranstaub" sagt dazu ein klares Nein.

Vom 25. bis 28 August findet wieder das Erlanger Poetenfest statt, bereits zum 31. Mal. Im lauschigen Schlossgarten lesen Autoren aus ihren neuen Büchern. Über 60 Schriftsteller sind eingeladen, darunter auch der vor kurzem nach Deutschland geflohene chinesische Autor Liao Yiwu.

10.000 Besucher werden erwartet, ein Fest der Literatur und Poesie ... Doch auch dafür braucht man erst einmal Geld, und um die Finanzierung des Festivals wird derzeit in Erlangen heftig diskutiert. Denn im Gesamtetat von rund 130.000 Euro stecken auch 15.000 Euro, gesponsert vom auf Nukleartechnik spezialisierten Konzern Areva, der in Erlangen seine deutsche Hauptniederlassung hat - mit 3.500 Mitarbeitern. Das Poetenfest sponsort Areva zwar schon seit sieben Jahren, aber jetzt, nach Fukushima, wird dagegen Protest laut.

"Man spricht immer von der sauberen Energietechnologie, sie beginnt aber schon dreckig, sie beginnt mit dem sogenannten Uranabbau. Er wird abgebaut, dabei werden giftige radioaktive Substanzen frei, die eine starke Gefährdung von Umwelt und der Gesundheit von Menschen bedeuten", sagt Stephan Kolb, der die Initiative "Poesie gegen Uranstaub" mit ins Leben gerufen hat, die diese 15.000 Euro für das diesjährige Festival jetzt lieber selbst sammeln will. Areva baut im Niger Uran ab. Für die dortige Bevölkerung in den Dörfern um die Minen eine enorme gesundheitliche Bedrohung, zu diesem Schluss kommt zumindest der 2010 publizierte Greenpeace-Report "Left in the dust - Areva’s radioactive legacy in the desert towns of Niger".

"Wir fordern, dass sich die Stadt Erlangen nach einem anderen Sponsor umschaut. Es wird eher eine Frage des Wollens als des Könnens sein, es gibt viele passende Firmen in der Region, und deshalb sammeln wir für das Jahr 2012, damit einfach ausreichend Zeit für diese Sponsorsuche bleibt", sagt Kolb. Wir waren in Erlangen, haben mit Vertretern der Stadt, mit dem Unternehmen Areva und mit Unterstützern der Initiative "Poesie gegen Uranstaub", wie zum Beispiel Konstantin Wecker, gesprochen."

Der Beitrag steht 7 Tage nach der Erstausstrahlung in der Mediathek des BR zum Anschauen bereit: Video jetzt gucken!  (Wenn Sie nicht direkt auf den Beitag kommen sollten, bitte in der Mediathek- Suche Capriccio eingeben)

Quelle: BR-Online/Capriccio

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Aktueller Kassenstand

Zielsumme: 15.000 Euro

Gesammelte Summe:

15.070, - Euro (Stand: 19.12.2011)

Jawohl! Wir haben es geschafft! Dank allen Bürger-Sponsoren, Mitmachern und Unterstützern!

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