15.10.2011 | 

Poesie ohne Uranstaub

Areva: Verkleinerung des Standorts Deutschland

Rückzug statt Wandel? Arevas Antwort zum deutschen Atomausstieg

Düsseldorf (dapd). Der französische Nuklearkonzern Areva stellt nach dem beschlossenen Atomausstieg sein Engagement in Deutschland infrage. "Wir prüfen hier alles ohne Tabus", sagte Konzernchef Luc Oursel dem "Handelsblatt". "Wir schauen, welche Dienste unsere deutschen Kunden künftig noch brauchen und wie es mit dem Export aussieht", fügte der Areva-Chef hinzu.

Einen Stellenabbau wollte Oursel zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Klar sei aber, dass Areva in Deutschland bleiben wird. "Die Energiewende bietet uns ja auch Chancen", sagte der Areva-Chef. Auch der Rückbau der deutschen Reaktoren sei ein lukratives Geschäft: "Wir überlegen sogar, in Deutschland ein weltweites Kompetenzzentrum für den Rückbau von Kernkraftwerken zu gründen."

Areva beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben 5.700 Mitarbeiter. Standorte sind Erlangen, Offenbach und Karlstein. (dapd)

Aus der Vergangenheit nichts gelernt?

Im Gegensatz zum früheren Partner Siemens, der vor wenigen Wochen seinen Ausstieg aus dem Atomgeschäft verkündete, scheint Areva keine Lehren aus den Geschehnissen der letzten Zeit gezogen zu haben.

Dass Atomkraft im Angesicht der globalen Herausforderungen ein Auslaufmodell ist, scheint man bei Areva noch nicht verstanden zu haben. Scheinbar glaubt man dort die jahrelang verbreiteten Milchmädchenrechnungen der Atomwirtschaft mittlerweile selbst.

Schade, wir hätten Areva für klüger gehalten.

Poetenfest-Sponsor 2012? Die Ewiggestrigen oder ein Modell mit Zukunft?

Interessant wird sein, wie sich die Stadt Erlangen vor dem Hintergrund dieser Entwicklung verhalten wird. Ohne Frage wird Poesie ohne Uranstaub die 15.000 Euro in Kürze erreichen. Dann folgt das Angebot an die Stadt. Auf wen sie wohl setzen wird? 

 

 

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