28.08.2011 | 

Poesie ohne Uranstaub

Poetenfest 2011: Schön war's!

Eine kleine Nachkritik

Podiumsdiskussion mit Poesie ohne Uranstaub (Foto: Poehlein)

Die Initiative Poesie ohne Uranstaub ist auf dem diesjährigen Poetenfest angekommen. Und das in vielerei Hinsicht. Thematisch und künstlerisch in Form der Veranstaltung "Mein Freund, das Atom", die am Freitagabend selbst noch alte Anti-Akw-Aktivisten ins Staunen brachte.

Die Zeitreise in die Technik - und Uranbegeisterung der 20er Jahre dokumentierte eindringlich, die aus heutiger Sicht schauderhafte und absurde Begeisterung für das stahlende "Gelb". Ob als Wasserenergetisierer, Schokoladengeschmacksverstärker oder als Zusatz in Beautyprodukten wie Cremes und Body Lotions - dem Uran wurden wundersame Kräfte zugeschrieben. Alle, die die Veranstaltung verpasst haben, können sich hier einen kleinen Eindruck verschaffen.

Vom Geruch des Uranstaubs

Am Samstagmittag wurde das Thema Kultursponsoring durch die Atomindustrie dann im Rahmen der Podiumsdiskussion "Vom Geruch des Geldes - Chancen und Risiken des Kultursponsorings" aufgegriffen.

Von dem ersten öffentlichen Zusammentreffen von Poesie ohne Uranstaub, vertreten durch ihren Sprecher Stephan Kolb, Erlangens Kulturreferenten Dieter Rossmeissl und Mathias Schuch, Leiter der Unternehmenskommunikation von Areva versprachen sich viele eine kurzweilige wie aufschlussreiche Diskussion. Kein Wunder, dass das Obere Foyer im Markgrafentheater aus allen Nähten zu platzen schien.

Um das Thema Kultursponsoring über die Grenzen Erlanges hinaus zu fassen, waren als Disskusionteilnehmer auch der österreichische Künstler Peter Glaser und die Journalistin Krisztina Koenen geladen, wie Moderator Florian Felix Weyh erklärte. Dass darunter allerdings auch verstanden wurde, das Thema Uranabbau fast vollständig auszuklammern, hatten weder die Mitmacher von Poesie ohne Uranstaub noch andere Gäste vermutet.

Schade, denn so blieb der Versuch die Grenzen des Kultursponsorings zu ertasten seltsam in der Schwebe. "Man kann nicht ernsthaft diskutieren und ein Gespäch über den Dreh - und Angelpunkt des Konflikts unterbinden", äußerten sich mehrere Zuhörer gegenüber Poesie ohne Uranstaub. Dennoch ist Poesie ohne Uranstaub den Machern des Poetenfestes dankbar, dass das Thema überhaupt aufgegriffen wurde. "Ich glaube, dass wir unsere Positionen nochmal gut vor einem größeren Publikum vermitteln konnten", resümiert Stephan Kolb. 

Flyer, Infos und der Ruf nach T-Shirts

Und das nicht zuletzt auch durch die Infobroschüre, die viele Mitmacher engagiert und unermüdlich verteilten. "Wir haben wirklich viele Leute erreicht und hatten viele interessante Gespräche", erzählt Mitmacher Wolfgang. "Natürlich gibt es auch Leute, die nichts dagegen haben, dass Areva als Sponsor auftritt, das haben wir auch nicht anders erwartet. Aber zumindest beteiligen sich die Leute an dem Diskurs und denken darüber nach. Das ist schon viel Wert!", erklärt er weiter.

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch die Kampagnen-T-Shirts, die einige Mitmacher trugen. "Kann man die auch kaufen?" wurde nicht nur Mitmacherin Wiebke oft gefragt. "Noch nicht, aber wir kümmern uns darum! Wann es die T-Shirts wo und zu welchem Preis zu kaufen gibt, schreiben wir dann wie immer auf die Website!", lacht sie. 

Poesie ohne Uranstaub freut sich über die gute Resonanz auf dem Poetenfest, dankt allen alten und neuen Mitmachern und wünscht sich für 2012 ein Poesiefest ohne Uranstaub. Helfen auch Sie durch Ihren Beitrag als Bürger-Sponsoren mit, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird.

 

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Aktueller Kassenstand

Zielsumme: 15.000 Euro

Gesammelte Summe:

15.070, - Euro (Stand: 19.12.2011)

Jawohl! Wir haben es geschafft! Dank allen Bürger-Sponsoren, Mitmachern und Unterstützern!

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